My Uni – Werbung und Sexismen
06
March
20:00
Kunsthaus Nexus, Saalfelden
Prof. Mag. Dr. Doris Guth - Kulturwissenschafterin und Kunsthistorikerin an der Akademie der Bildenden Künste Wien:
Das Thema „Sexismen in der Werbung“ ist aktuell wie eh und je. Die diskriminierende Darstellungen von Personen aufgrund des Geschlechts zeigen sich immer wieder in neuer Weise. Wie wichtig es ist, sich mit diesen zu beschäftigen, zeigen schon alleine die Zahlen: Wir bekommen täglich zwischen 3000 und 6000 Werbungen zu Gesicht zu Gesicht. Nur 8 % nehmen wir bewusst wahr, der Rest landet auf einer Speicherplatte unseres Unbewussten und treibt von dort sein Spiel. Diese Bilder haben also einen Effekt auf unsere Vorstellungen und Handlungen. Ein Beispiel dafür sind die vielen konstruierten „Schönheiten“: Fotos werden digital bearbeitet. Cindy Crawford hat die Problematik digital bearbeiteter Aufnahmen ihrer selbst treffend auf den Punkt gebracht: „I don’t look like Cindy Crawford and even don’t want to look like her.“ Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Wahrnehmung bzw. Entfremdung zu unseren eigenen Körper? Wie unterschiedet sich Sexismus gegenüber Frauen zu jenem gegen Männer?